Präambel

Um die Akzeptanz der Leder- und Fetischszene in Hessen und darüber hinaus zu verbessern, haben sich die Mitglieder des FLC Frankfurter Leder Club e.V. (nachfolgend FLC genannt) entschlossen, den MR. LEATHER HESSEN (nachfolgend auch MLH genannt) zu wählen. In seiner Funktion als MLH wird der Titelträger die hessische Leder- und Fetischszene sowie den FLC nach innen und außen repräsentieren.

§ 1 Marke

Der Titel MR. LEATHER HESSEN ist eine eingetragene Marke des FLC. Der Markeninhaber wird den Titel jährlich im Rahmen seiner LEATHER ODYSSEY® oder einer gleichwertigen Veranstaltung vergeben. Der Markeninhaber kann aber auch einen befreundeten hessischen Leder- und Fetischverein mit der Ausrichtung beauftragen. In diesem Fall muss die Ausrichtung in einem entsprechenden Rahmen stattfinden.

§ 2 Rechte und Pflichten der Partner

Die Rechte und Pflichten des Lizenzgebers und die des Lizenznehmers werden in einem Markenlizenzvertrag näher bezeichnet.

§ 3 Teilnahmebedingungen
  1. An der Wahl zum MLH kann jeder schwule Mann teilnehmen, der der Leder- und Fetischszene angehört und der das 18. Lebensjahr vollendet hat. Er muss seinen Wohnsitz in Hessen oder in unmittelbarer Nähe haben. Um an der Wahl teilzunehmen, muss der Bewerber die folgenden Unterlagen einreichen:

    1. Das vollständig ausgefüllte Anmeldeformular.

    2. Ein Foto im Fetischoutfit zur Veröffentlichung (Website, Presse) sowie eine kurze Selbstdarstellung.

  2. Der Bewerber wird ein Vorgespräch mit dem Veranstalter haben. Falls möglich, sollte er sich auf dem offenen Clubabend des FLC vorstellen. Ob ein Bewerber als Kandidat akzeptiert wird, entscheidet alleine der Markeninhaber.

  3. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine erneute Kandidatur in den Folgejahren ist für zuvor unterlegene Kandidaten möglich, darf aber nur einmal erfolgen.

  4. Die Bewerbungsunterlagen müssen mindestens vier Wochen vor der Wahl beim Veranstalter eingegangen sein. Über Bewerbungen, die nach diesem Termin eingehen, entscheidet einzig der Veranstalter.

  5. Der Kandidat überträgt dem Markeninhaber alle Rechte an den Bildern, die im Rahmen der Veranstaltung im Auftrag des Markeninhabers oder Veranstalters gemacht werden. Der vorgenannte ist berechtigt, diese Fotos zu veröffentlichen, sofern diese dazu dienen, die Veranstaltung sowie den neuen Titelträger angemessen zu präsentieren. Die Fotos bleiben Eigentum des Markeninhabers. Der Kandidat verzichtet ausdrücklich auf die Rechte an diesen Fotos.

  6. Vor der Wahl unterzeichnet der Kandidat einen Vertrag, in dem er sich insbesondere auf die Einhaltung der hier beschriebenen Regularien verpflichtet.

  7. Jeder Kandidat kann im Vorfeld der Wahl Werbung für sich machen, sobald der zuvor genannte Vertrag unterschrieben ist. Dabei muss die Darstellung der eigenen Person und Eigenschaften dieser im Vordergrund stehen. Aussagen zu anderen Personen, insbesondere weiterer Kandidaten, dürfen nicht den Anschein von Diffamierung oder Verunglimpfung erwecken. Dies kann kurzfristig zum Ausschluss von der Wahl durch den Veranstalter führen.

§ 4 Wahlablauf

Am Vorabend der Wahl finden eine kurze Vorstellung der Kandidaten und die Vergabe der Startnummern statt.
Am Wahlabend muss sich der Bewerber auf der Bühne dem Publikum präsentieren. Dabei hat er neben der Vorstellung seiner Person die Möglichkeit, ein Statement zu einem von ihm gewählten Thema abzugeben, sich einer Befragung durch den Moderator zu stellen (Interview) oder ein kurzes Bühnenprogramm zu präsentieren. Jugendgefährdende Darstellungen und solche, die „Bareback“ propagieren, sind verboten.

Die Wahl findet an einem Wochenende (Freitag – Sonntag) statt. Die Kandidaten müssen am Freitag und Samstag anwesend sein. Für den Gewinner besteht Anwesenheitspflicht beim Abschiedsbrunch am Sonntag.

§ 5 Abstimmung

Die Wahl wird ausschließlich vom Publikum vorgenommen. Dazu erhält jeder Besucher am Eintritt einen Chip, der während des Wahlvorgangs in einen für jeden Kandidaten aufgestellten Behälter zu werfen ist. Sollte es zu einer Stimmengleichheit kommen, entscheidet eine Stichfrage.

§ 6 Titel

Der Gewinner trägt den Titel MR. LEATHER HESSEN plus die jeweilige Jahreszahl. Er erhält für die Dauer seiner Amtszeit eine Schärpe in den hessischen Landesfarben, die er im nächsten Jahr an seinen Nachfolger übergibt. Die Schärpe trägt die Aufschrift

MR. LEATHER HESSEN

Die Schärpe bleibt Eigentum des Markeninhabers.
Die drei Platzierten erhalten Medaillen mit dem erreichten Platz und dem Jahr.

§ 7 Rechte und Pflichten des Titelträgers

Der amtierende MLH

  • ist im Rahmen seiner Möglichkeiten gehalten, den FLC bei allen offiziellen Anlässen zu repräsentieren.

  • sollte am nächsten Mr. Leather Europe Contest teilnehmen.

  • ist berechtigt, als Repräsentant der hessischen Leder- und Fetischszene an der Wahl zum International Mr. Leather in Chicago teilzunehmen. Die Kosten für die Teilnahme sind vom Titelträger zu tragen.

  • kann sich in Abstimmung mit dem FLC Sponsoren suchen.

  • ist für die Dauer seiner Amtszeit Ehrenmitglied des FLC (sofern er nicht bereits Mitglied ist). Eine Umwandlung in eine Vollmitgliedschaft ist am Ende der Amtszeit auf Antrag möglich.

  • erhält vom FLC auf Antrag und nach Vorlage entsprechender Belege die Erstattung von Auslagen für Reise- und Übernachtungskosten, die für Repräsentationszwecke anfallen. Der Betrag wird von der Mitgliederversammlung jährlich festgelegt.

  • erhält die Email-Adresse mlh<Jahr>@flc-frankfurt.de sowie auf Wunsch 500 Autogrammkarten.

§ 8 Teilnahme an weiteren Wettbewerben

Grundsätzlich ist die Teilnahme an der Wahl zum MR FETISH GERMANY erwünscht und dem unmittelbaren Vorgänger des amtierenden MLH vorbehalten. Damit soll erreicht werden, dass sich der amtierende MLH auf sein aktuelles Amt konzentriert. Abweichungen von dieser Regelung sind in Absprache mit dem FLC (Vorstand und/oder interner Clubabend) möglich.

Der amtierende MLH und/oder dessen Vorgänger dürfen nicht an der Wahl zum GML German Mister Leather teilnehmen.

§ 9 Ende der Amtszeit

Die Amtszeit endet

  1. mit der Wahl eines Nachfolgers

  2. durch Amtsniederlegung
    Der Rücktritt ist dem Vorstand des FLC schriftlich mitzuteilen. Die Schärpe ist unverzüglich an den FLC zu übergeben.

  3. durch Aberkennung des Titels durch den FLC
    Verhält sich ein Titelträger so, dass er das Ansehen des FLC oder der Community schädigt, kann der FLC den Titel aberkennen. Für die Aberkennung ist eine Befragung der stimmberechtigten Mitglieder per E-Mail erforderlich.
    Die Mitglieder müssen ihre Stimme innerhalb von 14 Tagen abgeben. Die Aberkennung erfolgt mit 2/3-Mehrheit der abgegebenen Stimmen.
    Der Titelträger kann innerhalb von sieben Tagen eine schriftliche Stellungnahme an den FLC schicken. Gibt er keine schriftliche Erklärung ab, hat dies keine aufschiebende Wirkung auf das Aberkennungsverfahren.
    Ist das Aberkennungsverfahren erfolgreich, ist die Schärpe unverzüglich an den FLC zurück zu geben.
    Ob bei einer Amtsniederlegung oder bei einer Aberkennung des Titels der Zweitplatzierte nachrückt oder ob der Titel bis zur Neuwahl ruht, entscheidet der Vorstand des FLC mit der einfachen Mehrheit.

  4. durch den Tod des Titelträgers
    Stirbt der Titelträger während seiner Amtszeit, ruht der Titel bis zur regulären Neuwahl.

§ 10 Marketing, Sponsoring und Pressearbeit

Diese Aufgaben verbleiben beim Markeninhaber . Er erstellt einen Marketingplan und ein Budget zur Vorlage bei der Mitgliederversammlung.
Falls mit der Ausrichtung ein befreundeter Club beauftragt wird, sind in Zusammenarbeit mit diesem ein Marketingplan und ein Budget zu erstellen. Die Kosten der Veranstaltung trägt der Veranstalter. Dem Markeninhaber steht eine Lizenzgebühr zu.

§ 11 Schlussbestimmungen

Diese Regularien können nur durch den Markeninhaber geändert werden. Über Änderungen entscheiden die Mitglieder des FLC bei einem internen Clubabend oder einer Mitgliederversammlung mit der einfachen Mehrheit.